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Positionen zum Weltfrauentag 2019

Forderung: Landesweiter gesetzlicher Feiertag

Spelten: „Einsatz für Frauenrechte und Gleichberechtigung durch gesetzlichen Feiertag“

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Niemand darf wegen seines Geschlechtes (…) benachteiligt oder bevorzugt werden (...)“. So steht es auszugsweise in Artikel 3 des deutschen Grundgesetzes. Aber warum bestehen die teils einschneidenden Geschlechtsunterschiede zwischen Mann und Frau bis heute?

„Staat und Bundesregierung haben einfach viel zu wenig dafür getan, Frauen auch wirklich gleichzustellen. Einhundert Jahre nach Erkämpfung des wichtigen Frauenwahlrechts haben Frauen noch immer nicht annähernd die gleichen Chancen wie Männer. Es gibt krasse Lohnunterschiede und die traditionelle Geschlechterordnung ist noch immer in den Köpfen vieler. Dem müssen wir dringend, auch kommunal, entgegenwirken“ betont Thorsten Spelten, Kreisvorsitzender der Zweibrücker Linken. Und Spelten hat nicht Unrecht: Wie eine Weltbank-Studie ergab, haben Frauen in nur sechs Staaten weltweit „offiziell“ gleiche Rechte. „So etwas ist ein Unding. Deutschland befindet sich nicht unter diesen sechs Staaten, was für unseren Sozial- und Rechtsstaat ein echtes Armutszeugnis ist. Es bestehen gravierende Unterschiede, etwa beim Einkommen und der Kinderbetreuung. Frauen werden in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens einfach im Stich gelassen oder sind auf den Partner angewiesen. Um an die Ungleichbehandlung zwischen Mann und Frau und an die Meilensteine der Emanzipation zu erinnern, benötigen wir dringend einen gesetzlichen landesweiten Feiertag zum Weltfrauentag, an dem Frauen auch auf die Straße gehen können“ ergänzt Sabine Henner, die sich im Zweibrücker Kreisverband der Linken für Frauenpolitische Themen einsetzt.